Pressemitteilung

SPATENSTICH FÜR DAS FORUM DEUTSCHE SPRACHE IN MANNHEIM

Mannheim, 18. März 2026: Mit einem symbolischen Spatenstich und einer feierlichen Grundsteinlegung wurde der Baubeginn des Forums Deutsche Sprache in Mannheim angestoßen. Die Zeremonie wurde begleitet von Vertreterinnen und Vertretern der Klaus Tschira Stiftung, der Bauherrin des Bauprojektes sowie der Mannheimer Stadtspitze und dem Vorstand des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS), das für den Betrieb und die inhaltliche Konzeption des Forums Deutsche Sprache verantwortlich ist. Im Zentrum des Gebäudes wird der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stehen. Voraussichtlich ab 2028 lädt das FORUM DEUTSCHE SPRACHE als Mitmachmuseum, Science Center und Begegnungsort alle dazu ein, Sprache mit Kreativität und Spaß zu entdecken.

Spatenstich für das Forum Deutsche Sprache (v.l.n.r.): Lilian Knobel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung, Christian Specht, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Gabriele Herrmann-Krotz, Administrative Direktorin des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache, Prof. Dr. Henning Lobin, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache
Spatenstich für das Forum Deutsche Sprache (v.l.n.r.): Lilian Knobel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung, Christian Specht, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Gabriele Herrmann-Krotz, Administrative Direktorin des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache, Prof. Dr. Henning Lobin, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache

Die Klaus Tschira Stiftung ermöglicht dieses zukunftsweisende Bauvorhaben durch die Schenkung des Gebäudes inklusive der ersten Dauerausstellung. Es wird auf einem Grundstück errichtet, das die Stadt Mannheim am Alten Meßplatz Süd, direkt am Neckar gelegen, zur Verfügung stellt. Das IDS entwickelt für das FORUM DEUTSCHE SPRACHE zusammen mit Atelier Brückner eine Ausstellung mit fünf Sprachwelten und eine Sprachwerkstatt zum Mitforschen. In den Sprachwelten werden unter anderem die Verbreitung, die Vielfalt und die Geschichte der deutschen Sprache sowie gesellschaftliche, mediale und technologische Aspekte des Sprachgebrauchs beleuchtet. Veranstaltungs- und Vermittlungsangebote öffnen Räume für den Austausch darüber, welche zentrale Rolle Sprache im Leben jedes Einzelnen und für ein demokratisches Miteinander spielt.

Der Entwurf des Architekturbüros Henn sieht eine Dachterrasse mit Ausblick über den Neckar und die Stadtsilhouette vor. Das fast vollständig verglaste offene Foyer und die enge Verzahnung von Forschungsräumen, Workshopbereichen und Ausstellungsebenen ermöglicht Begegnungspunkte zwischen Besucherinnen und Besuchern, den Mitarbeitenden und der Nachbarschaft. Die mehrschichtige Fassade aus Holz, Glas und einer hochtransparenten Kunststofffolie steht sinnbildlich für die Vielschichtigkeit sprachlicher Ausdrucksformen.

Die während der Feierlichkeiten in die Bodenplatte eingelassene Zeitkapsel enthält Beiträge, die zentrale Anliegen des FORUMS DEUTSCHE SPRACHE widerspiegeln. Ein Beispiel für den Vermittlungsanspruch des neuen Hauses sind Wünsche wie der folgende, kürzlich gesammelt bei der IDS-Jahrestagung: „[…] dass Menschen im Forum erleben, dass es sprachlich zwischen richtig und falsch viel zu entdecken gibt.“ Des Weiteren verdeutlicht der aktuelle Jahresbericht des IDS mit Einblicken in Forschungsprojekte und Kooperationen das Ziel, im FORUM DEUTSCHE SPRACHE sprachwissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zu vermitteln und zugleich gesellschaftliche Diskussionen zu sprachlichen Fragen in der Forschung aufzugreifen. Die tagesaktuelle Ausgabe des Mannheimer Morgens dokumentiert für die Nachwelt sowohl das Zeitgeschehen als auch den derzeitigen Sprachgebrauch. Die Stadt Mannheim fügte der Zeitkapsel die Vorlage hinzu, mit der der Gemeinderat 2020 den Bau auf dem städtischen Grundstück am südlichen Alten Meßplatz beschlossen hatte. Außerdem steuerte sie Kopien aus dem Buch ,,Die Mannheimer Mundart“ des Sprachwissenschaftlers Dr. Kurt Bräutigam von 1934 bei, dessen Original im Marchivum verwahrt wird. Die Klaus Tschira Stiftung legte die aktuelle Ausgabe des Wissensmagazins „KlarText“, das die preisgekrönten Artikel und die Infografik des gleichnamigen KlarText-Preises für Wissenschaftskommunikation der Stiftung beinhaltet, bei, um den aktuellen Stand der Forschung und die gegenwärtige Wissenschaftskommunikation zu dokumentieren.

Ergänzend unterstreichen die folgenden Stimmen anlässlich des Spatenstichs die gemeinsamen Ziele der drei Projektpartner und die Eignung des Standorts:

Lilian Knobel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung:
„Unsere Sprache ist die entscheidende Brücke zwischen Forschung und Gesellschaft. Sie macht Wissen, über Formate wie Vorträge, Podcasts oder Textbeiträge, überhaupt erst zugänglich. Der konstruktive Umgang mit neuen Wissensinhalten in unseren Köpfen oder im Austausch mit anderen Menschen, beispielsweise in dialogischen Formaten, basiert ebenfalls auf Sprache. Mit dem FORUM DEUTSCHE SPRACHE, einem Science Center und Mitmachmuseum, möchten wir die Gelegenheit schaffen, sich mit unserer Sprache auf vielfältige Art und Weise auseinanderzusetzen. Und das Beste: Wir alle können eine Sprachspende abgeben und Teil des Forschungsprozesses werden.“

Christian Specht, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim:
„Im Herzen Mannheims, an der Nahtstelle zwischen Neckarstadt und Innenstadt, entsteht mit dem FORUM DEUTSCHE SPRACHE ein Ort, der nicht nur unserer Sprache gewidmet ist, sondern auch dem demokratischen Miteinander, dem Dialog und der gesellschaftlichen Vielfalt. Und keine Stadt wäre als Heimat dieses Forums besser geeignet als Mannheim – die inoffizielle Hauptstadt der Deutschen Sprache – mit ihrer enormen kulturellen, religiösen und sprachlichen Vielfalt. Das Forum wird Besucherinnen und Besucher aus der Neckarstadt, ganz Mannheim und weit darüber hinaus anziehen. Mit dieser Strahlkraft und seiner spektakulären Architektur wird es zur weiteren Aufwertung des Alten Meßplatzes beitragen.“

Prof. Dr. Henning Lobin, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache:
„Wir brauchen das FORUM DEUTSCHE SPRACHE gerade jetzt, weil Sprache und Wissen über ihre Wirkung absolut notwendige Elemente sind, um eine Gesellschaft zusammenzuhalten – besonders auch in Zeiten rasanter technologischer Entwicklungen. Daher erleben wir mit dem Baubeginn eine Sternstunde – für Mannheim, für den deutschsprachigen Raum und für alle, die Sprache in ihrer Dynamik und Vielfalt verstehen oder sich selbst in die Sprachforschung einbringen möchten. Dass wir heute hier stehen, ist nur in der einzigartigen Konstellation von Klaus Tschira Stiftung, Stadt Mannheim und Bund-Länder-finanziertem IDS möglich geworden.“

Bilder zum Spatenstich und zur Grundsteinlegung vom 18.3.2026 stehen im Pressebereich des Forums Deutsche Sprache zum Download bereit: https://www.forumdeutschesprache.de/pressebereich/

Medienkontakte:

Leibniz-Institut für Deutsche Sprache
Dr. Theresa Schnedermann
Kommunikation für das Projekt Forum Deutsche Sprache
Tel.: +49 621-1581-117
E-Mail: schnedermann(at)ids-mannheim.de

Klaus Tschira Stiftung
Anja Heinzelmann
Leiterin Kommunikation
Mobil: +49 170-575 98 94
E-Mail: anja.heinzelmann(at)klaus-tschira-stiftung.de

Stadt Mannheim
Dirk Schuhmann
Stabsstelle Presse und Kommunikation
Telefon: +49 621-293-2915
E-Mail: dirk.schuhmann(at)mannheim.de

Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim ist die gemeinsam vom Bund und allen Bundesländern getragene zentrale wissenschaftliche Einrichtung zur Dokumentation und Erforschung der deutschen Sprache in Gegenwart und neuerer Geschichte. Es gehört zu den über 90 Forschungs- und Serviceeinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Näheres unter: www.ids-mannheim.de, https://bsky.app/profile/idsmannheim.bsky.social, www.facebook.com/ids.mannheim, www.instagram.com/ids_mannheim/, https://wisskomm.social/@ids_mannheim und www.leibniz-gemeinschaft.de.

Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015) mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind: Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter: www.klaus-tschira-stiftung.de.

Nach oben scrollen